1 Jahr bei epubli.de – Erfahrungsbericht

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Komm mit mir ins Traumland der Fantasie. Lesen, ein echtes Buch in den Händen halten, ob Softcover oder Hardcover, ist für viele noch ein echtes Abenteuer.  Aber die Zahl der  Leserinnen und Leser ist laut einer Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erschreckend zurückgegangen. Hier ein Auszug aus der RNZonline vom 07.03.2018:

“Käuferschwund beunruhigt Buchbranche

Auf den beiden großen Buchmessen des Landes in Leipzig und Frankfurt verbreitet die Branche gerne Optimismus. So hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zuletzt regelmäßig stabile Zahlen verkündet. Beim Branchentreff im März muss sich der Dachverband jedoch etwas anderes einfallen lassen.

Dessen eigene Marktforschung hat im Januar dramatische Zahlen zum Rückgang von Buchkäufern präsentiert und damit Verlage und Händler regelrecht aufgeschreckt.

Danach hat der deutsche Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) in den Jahren 2012 bis 2016 mehr als sechs Millionen Buchkäufer verloren. Ein Trend, der sich auch im ersten Halbjahr 2017 fortgesetzt hat. Die Entwicklung hat erst mit Verspätung so richtig Aufmerksamkeit erhalten, da die Umsatzzahlen in der Branche immer noch recht stabil sind. Die Stückzahl der verkauften Bücher ist nur geringfügig zurückgegangen, weil weniger Käufer insgesamt mehr und teurere Bücher erwerben.

Das bedeutet nicht nur eine wachsende Schere im Kaufverhalten. Fast noch beunruhigender für die Buchbranche ist, dass sich das Leseverhalten verändert. Die Zahl der Menschen, die mindestens einmal pro Woche ein Buch in die Hand nehmen, ist nach einer Allensbach-Untersuchung (AWA-Studie 2017) von 49 Prozent im Jahr 2012 auf 42 Prozent im vergangenen Jahr gefallen.

Der Rückgang betrifft besonders die junge (14-29 Jahre) und mittlere Generation (30-59 Jahre). Zugleich hat der Trend zum weniger Lesen von Büchern auch die Menschen mit höherer Bildung erfasst. «Die Branche nimmt die Entwicklung sehr ernst», sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. «Die Zahlen sehen relativ bedrohlich aus», konstatiert auch Anke Vogel vom Institut für Buchwissenschaft der Universität Mainz.

Der Börsenverein lässt derzeit die genauen Motive für den Käuferschwund mit Befragungen untersuchen. Ergebnisse sollen im Juni vorliegen. Als eine mögliche Ursache gilt die wachsende Bedeutung der sozialen Netzwerke wie Facebook, WhatsAp und Instagram oder von Streamingdiensten wie Netflix. Sie konkurrieren mit dem Buch und nehmen viel Zeit weg. Zugleich hat sich das gesamte Medienverhalten auch durch neue Anforderungen in der Arbeitswelt verändert. Buchexpertin Vogel sieht daher «Multikausalitäten» für den «Rutsch» in Richtung Bildmedien.

Auf dem Smartphone, dem inzwischen wichtigsten Begleiter des Menschen, lässt sich jedenfalls auch bei gutem Willen nur schwer ein Buch lesen. Zugleich hat sich das E-Book – auch das ein Ergebnis der jüngsten Studien – nicht einmal bei den digital-affinen jungen Menschen im größeren Maß durchgesetzt…”

Zusammenfassend ist zu sagen: Die Zahl der Leserinnen und Leser ist in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Das Ebook kann den Umsatz des gedruckten Buchs nicht ausgleichen, da es sich in Deutschland nicht richtig durchgesetzt hat. Eine Umsatzverschiebung vom gedruckten Buch hin zum Ebook hat nicht stattgefunden. Vermutete Ursache: Zeitmangel, weil sich das Interesse der Leser/innen hin zu sozialen Netzwerken wie Facebook, WhatsAp, Instagram und Streamingdienste wie Netflix verschoben hat.

Es ist zwar elektrisierend, ein eigenes Buch zu publizieren und es dann in gedruckter Form als Soft- oder Hardcover Taschenbuch in den Händen zu halten. Aber die oben beschriebene Entwicklung habe ich auch als Indieautor bei epubli.de zu spüren bekommen.

Ich veröffentliche bereits seit einem Jahr meine Bücher bei epubli.de, allerdings mit bescheidenem Erfolg. Das mag zum einen an dem zurückgehenden Leseverhalten der Deutschen liegen, zum anderen aber auch daran, dass das Model PoD (Print on Demand) – also “Druck nach Bedarf” – nicht funktioniert. Hier die 3 Hauptnachteile:

  • relativ lange Produktionszeit (8 – 10 Tage)
  • keine Werbung für das eigene Buch wie bei traditionellen Verlagen
  • zu hoher Produktionspreis

Wenn ich bei amazon ein Buch gefunden habe, das mir gefällt, möchte ich es am liebsten direkt lesen, weil ich in Leselaune bin. Da das außer bei einem Ebook nicht geht, möchte ich es wenigstens am nächsten oder übernächsten Tag in den Händen halten, um es zu “verschlingen”. Diesen Lesehunger auf eine weite Zukunft von 10 Tagen zu verschieben, ist uns kaum möglich. So als wenn ich in eine reguläre Buchhandlung in meiner Stadt gehe, dort in den Regalen stöbere und ein Buch am liebsten gleich mitnehmen möchte, weil ich Lust auf ein Buch habe. Doch hier ist das Buch des Selfpublishers nicht vorhanden, sondern kann erst in 10 Tagen abgeholt werden. Aber wer will das schon?

Als unbekannter Autor/in, der weder Nachrichtensprecher noch Schauspieler ist, hat man es als Indieautor schwer überhaupt wahrgenommen zu werden. Die Verantwortung für die Werbung, die ein traditioneller Verlag für den Autor/in übernimmt, fällt bei epubli.de den Autoren zu. Der traditionelle Verlag hat Vertreter und einen Verlagskatalog, der die Neuerscheinungen dem Buchhandel schmackhaft macht. Über all diese Mittel verfügt der Selbstverleger nicht.

Der Produktionspreis beim gedruckten Buch ist bei einem BoD (Buch auf Nachfrage) wesentlich höher als bei einem Buch, das in einer Stückzahl von mehreren Tausend gedruckt wird.

Abschließend noch ein paar Worte zu epubli im besonderen.

Die Kommunikation ist gut. Meine Emails wurden bisher immer relativ schnell beantwortet. Es wäre nur besser gewesen, wenn ich epubli gar nicht erst hätte kontaktieren müssen, da meine Mails hauptsächlich durch technische Probleme mit der Homepage ausgelöst worden sind. Seit Monaten funktioniert die Lesevorschau für Ebooks nicht. Die Antwort von Epubli sinngemäß: “Aber Ihre Leser können eine Lesevorschau bei amazon bekommen.” Bei einer noch laufenden Bestellung eines meiner eigenen Bücher war das Hinzufügen eines 2. Exemplars in einer anderen Ausführung zur Bestellung nicht möglich, sodass ich das Buch seperat bestellt habe. Danach habe ich epubli den Fehler mitgeteilt. Das Ergebnis: Ich muss jetzt 2mal Porto bezahlen, da epubli sich nicht in der Lage sieht, die 2 Bestellungen zu einer einzigen zu verschmelzen.

Ein weiteres Problem besteht im schlechten Image von epubli.de, das durch die negativen Erfahrungen vieler Käufer mit epubli, entstanden ist. Wer traut sich schon ein Buch von einem Verlag zu kaufen, der mit einer Käuferzufriedenheit von unter 60 Prozent (!) bei amazon bewertet ist. Wie es zu diesen schlechten Werten kommen konnte, ist mir schleierhaft, da ich mit meinen Testbestellungen meiner eigenen Bücher immer sehr zufrieden war. Die Qualität in Druck und Bindung meiner Bücher entspricht den allgemeinen Qualitätstandards traditioneller Verlage.

Zum Schluss: Wegen meiner ernüchternden Erfahrungen als Selfpublisher und Indieautor mit gedruckten Büchern, habe ich mein Sortiment stark verkleinert. Ich biete keine Hardcover Taschenbücher (zu hoher Preis) mehr an.

Als Softcover sind noch folgende Titel erhältlich:

Wolken haben keinen Einfluss auf die Sonne, Gott und Zen, Jesus – deutsch, Jesus – english, Der Kleine Dresdner Katechismus, The Small Dresden Catechism.

Alle Titel sind aber weiterhin als Ebooks bei epubli.de und amazon erhältlich und können direkt heruntergeladen werden.

Jesus – Blaue Augen, Weisses Herz

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Beschreibung
Wie findet man den besten Zugang zur Bibel? Können wir uns noch daran erinnern, wie wir “Winnetou”, “Der Herr der Ringe”, “Die Tribute von Panem” oder “Das Schwert der Wahrheit” gelesen haben? Können Sie sich noch an die Neugier und Offenheit erinnern, mit denen Sie den Büchern eine Chance gegeben haben?
Wenn ich ein Buch direkt wie ein Literaturkritiker aufschlage, gebe ich weder dem Buch noch mir selbst eine Chance durch seinen Inhalt erreicht und berührt zu werden.

Ich biete Ihnen an mit “Jesus – Blaue Augen, Weisses Herz”, Jesus kenenzulernen.
Wer war Jesus, was war seine Motivation, wie war seine Beziehung zu seinen Mitmenschen, wie war seine Beziehung zu Gott, was hat er gepredigt?

Lassen Sie sich berühren von der einfachen Sprache des Markus-Evangeliums. Lernen Sie die Gleichnise Jesu kennen, wie sie im Lukas-Evangelium erzählt werden. Sie sind alles andere als trocken und langweilig. Ganz im Gegenteil. Die Geschichten sind bodenständig und ehrlich. Sie geben uns ein Bild davon, wie der religiöse Jude Jesus gegen den religiösen Mainstream seiner Zeit schwimmt.

Wenn Sie sich auf ihn und seine Predigten einlassen, werden Sie erkennen wie aktuell seine Botschaft ist, weil sie zeitlos ist: “Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst.”, “Glück kannst du nicht mit Geld kaufen.”, “Mach dir keine Sorgen, denn Gott sorgt für dich.”, “Dein Leben ist kostbar.” Ich verwende die Schlachter-Übersetzung (1951).

Am Ende des Buches finden Sie ein Glaubensbekenntnis von mir, und ich erkläre, wie ich den Christlichen Glauben verstehe.