Jesus – Blaue Augen, Weisses Herz

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Beschreibung
Wie findet man den besten Zugang zur Bibel? Können wir uns noch daran erinnern, wie wir “Winnetou”, “Der Herr der Ringe”, “Die Tribute von Panem” oder “Das Schwert der Wahrheit” gelesen haben? Können Sie sich noch an die Neugier und Offenheit erinnern, mit denen Sie den Büchern eine Chance gegeben haben?
Wenn ich ein Buch direkt wie ein Literaturkritiker aufschlage, gebe ich weder dem Buch noch mir selbst eine Chance durch seinen Inhalt erreicht und berührt zu werden.

Ich biete Ihnen an mit “Jesus – Blaue Augen, Weisses Herz”, Jesus kenenzulernen.
Wer war Jesus, was war seine Motivation, wie war seine Beziehung zu seinen Mitmenschen, wie war seine Beziehung zu Gott, was hat er gepredigt?

Lassen Sie sich berühren von der einfachen Sprache des Markus-Evangeliums. Lernen Sie die Gleichnise Jesu kennen, wie sie im Lukas-Evangelium erzählt werden. Sie sind alles andere als trocken und langweilig. Ganz im Gegenteil. Die Geschichten sind bodenständig und ehrlich. Sie geben uns ein Bild davon, wie der religiöse Jude Jesus gegen den religiösen Mainstream seiner Zeit schwimmt.

Wenn Sie sich auf ihn und seine Predigten einlassen, werden Sie erkennen wie aktuell seine Botschaft ist, weil sie zeitlos ist: “Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst.”, “Glück kannst du nicht mit Geld kaufen.”, “Mach dir keine Sorgen, denn Gott sorgt für dich.”, “Dein Leben ist kostbar.” Ich verwende die Schlachter-Übersetzung (1951).

Am Ende des Buches finden Sie ein Glaubensbekenntnis von mir, und ich erkläre, wie ich den Christlichen Glauben verstehe.

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Achtung: Große Weihnachtsaktion!

Vom 1. – 31. Dez. 2017

erhalten Sie dieses Buch als Ebook

für nur 3,99 €.

(anstatt für 6,99 €)

His love is stronger than death (2 Cor 5:9)

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God reconciles in Christ the world with himself
in his love he becomes powerless
and dies with Christ on the cross
but his love is stronger than death


Gott versöhnt in Christus die welt mit sich
in seiner liebe wird er machtlos
und stirbt mit Christus am kreuz
aber seine liebe ist stärker als der tod

Ten Pieces of Wisdom / Zehn Weisheiten

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1. Wisdom
I am God, emptiness and life. I created you and love you. Therefore don’t make nothing and nobody else to your god.

2. Wisdom
Respect my name, for I am more than a word.

3. Wisdom
Respect the holiday and take the time for me.

4. Wisdom
Respect your parents, also if they don’t deserve it, for you are a part of them.

5. Wisdom
Kill nobody, for every human is your next.

6. Wisdom
Don’t have an affair, for the human who loves you, trusts you.

7. Wisdom
Don’t steal from your next, for he is a human like you.

8. Wisdom
Don’t defame your next, for he is a human like you.

9. Wisdom
Don’t be envious of your next’s property, for money and gold don’t make you happy.

10. Wisdom
Don’t be envious of your next, for nothing what he possesses can give you inner fulfillment.



1. Weisheit

Ich bin Gott, Leere und Leben. Ich habe dich erschaffen und liebe dich. Darum mach nichts und niemand anderen zu deinem Gott.

2. Weisheit
Achte meinen Namen, denn ich bin mehr als ein Wort.

3. Weisheit
Achte den Feiertag und nimm dir für mich Zeit.

4. Weisheit
Achte deine Eltern, auch wenn sie es nicht verdienen, denn du bist ein Teil von ihnen.

5. Weisheit
Töte niemanden, denn jeder Mensch ist dein Nächster.

6. Weisheit
Geh nicht fremd, denn der Mensch, der dich liebt, vertraut dir.

7. Weisheit
Bestiehl deinen Nächsten nicht, denn er ist ein Mensch wie du.

8. Weisheit
Verleumde deinen Nächsten nicht, denn er ist ein Mensch wie du.

9. Weisheit
Sei nicht neidisch auf den Besitz deines Nächsten, denn Geld und Gold machen dich nicht glücklich.

10. Weisheit
Sei nicht neidisch auf deinen Nächsten, denn nichts was er besitzt kann dir innere Erfüllung geben.

Richard Rohr: Pure Präsenz. Sehen lernen wie die Mystiker.

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Das Buch ist für mich eine große Enttäuschung. Wie habe ich als Teenager für seine beiden Bücher “Der nackte Gott. Pladoyer für ein Christentum aus Fleisch und Blut.” und “Der wilde Mann” gebrannt. Wie haben sie mich in meinem Glauben gefördert. So weit ich mich erinnere waren sie eine Zusammenstellung von Reden, die Richard Rohr vor “realen” Menschen, von Angesicht zu Angesicht, gehalten hat. Da spürt man auf jeder Seite der Bücher seine Leidenschaft. Seine Botschaft war zu der Zeit neu und hat einem, in weiten Teilen verstaubten Christentum, neues Leben eingehaucht. Bücher, die ich als inspiriert empfunden habe, und die mehreren Generationen Geschmack gemacht haben auf ein Christentum aus “Fleisch und Blut”.

Zu seinem Buch “Pure Präsenz. Sehen lernen wie die Mystiker.” kann ich leider kaum etwas Positives schreiben. Den einen Stern vergebe ich für die schöne Gestaltung des Buchs. Da haben die Designer ganze Arbeit geleistet. Zum Thema “Mystik” oder Spiritualität gibt es viele, bessere Bücher von zeitgenössischen Autoren. z.B. von “Charlotte Yoko Beck, Zen im Alltag” oder von “Shunryu Suzuki, Zen-Geist – Anfänger-Geist”. Beide mit einem buddhistischen Hintergrund. Wem das als Christ/in zu heikel ist, dem seien die Bücher von “Anthony de Mello” empfohlen. Zum Thema zu allererst “Meditieren mit Leib und Seele: Neue Wege der Gotteserfahrung” und dann alle anderen Bücher von ihm, die tiefsinnige und erheiternde Alltagsgeschichten enthalten. Oder “Arul M. Arokiasamy (Ama Samy)” dessen Buch “Warum Bodhidharma in den Westen kam oder kann es ein europäisches Zen geben?” das der Auslöser dafür war, dass ich in sein Meditationszentrum in Indien gereist bin. Er schlägt eine Brücke zwischen Zen-Buddhismus und Christlichem Glauben. Ein Autor darf hier natürlich nicht fehlen, der wohl die Grundlage zumindest für alle zeitgenössischen, christlichen Bücher bildet: Der Meister der Mystik aus dem Mittelalter: Meister Eckhart.

Nun, man mag fragen, was diese ganzen Buchempfehlungen sollen? Ich habe diese Beispiele angeführt, um zu zeigen, wie Bücher über Spiritualität oder Mystik auch sein können. Klar und in einer verständlichen Sprache geschrieben. Bücher, die einfach sind, weil sie einem einfachen Herzen entsprungen sind. Von Autorinnen und Autoren, denen man die mystische Erfahrung abnimmt, weil jede Zeile, jedes Wort echt ist. Selbst die erheiternden Geschichten von Anthony de Mello sagen mehr über Mystik aus, indem sie bildhaft um das Thema herumreden und so das Wesen der Mystik enthüllen, als irgendein Gedankengang von Richard Rohr. Mir ist Meister Eckhart leichter verständlich als Richard Rohr. Deshalb, weil er klarer denkt und genauer formuliert. Und Meister Eckhart ist nicht nur als “Kind des Mittelalters”, sondern aufgrund des Themas “Mystik” sicher nicht leicht zu verstehen.

Ich habe verschiedene Kapitel von Rohrs Buch gelesen, in der Hoffnung, dass irgendwann mal etwas Verständliches auftaucht, aber Fehlanzeige. Außerdem nervt das überlange Vorwort, indem Richard Rohr wie in einer kleinen Biographie die ganzen Einflüsse auf seinen spirituellen Werdegang schildert. Ich will Richard Rohr sicherlich nicht absprechen, dass er selbst mystische Erfahrungen gemacht hat. Aber Vieles scheint ein Sammelsurium, eine Ansammlung von anderen Mystikerinnen und Mystikern zu sein. Es gibt den Mystiker, der so “erschlagen” und “deeply impressed” von der Begegnung mit Gott ist, dass er kaum einen klaren Satz angesichts des Erlebten sagen kann – und deshalb lieber schweigt. Aber Richard Rohr redet und redet.

Ich konnte mir die Verworrenheit seiner Gedankengänge einfach nicht erklären und habe, weil ich für mich den “Mythos Richard Rohr” erhalten wollte, nach allen möglichen Gründen gesucht: “Natürlich, vielleicht ist die deutsche Übersetzung schlecht.” Aber Richard Rohr wird auch hier von seiner “deutschen Stimme” Andreas Ebert, der Richard Rohr als Übersetzer schon seit den Anfängen begleitet hat, wiedergegeben.

Bei all der Komplexität des Buches, Rohr scheint wirklich zu allem und jedem etwas sagen zu wollen, fällt auf, dass er die Themen oft nur anreißt und sehr oberflächlich behandelt. Und Vieles stimmt einfach nicht. Z.B. seine Definition von “Weisheit”: “Weisheit ist leben im Augenblick.” Es kann ja sein, dass man Weisheit im Augenblick erlebt, weil man im Augenblick einen Hauch von Ewigkeit erhascht, aber Weisheit ist eben auch Lebensweisheit, die über die Jahre entstanden ist. Weisheit kommt von Erfahrung, von Lieben und Leiden im und am Leben. Aber von all dem liest man nichts. Es hätte dem Buch gut getan, wenn es weniger breit aber dafür mehr in die Tiefe gehend angelegt worden wäre.

Als ebenso schwach empfinde ich, was Rohr über das Gebet schreibt. Er spricht von Resonanz. Eigentlich keine schlechte Idee. Davon wie das kleine Selbst mit dem großen Selbst zusammenschwingt. Aber was er hier schreibt ist zu wenig differenziert. Gott ist neben aller Einheitserfahrung des Menschen mit Gott, eben auch das große Du, und Gegenüber. Ganz dialogisch und dialektisch. Das passt natürlich schwer in Rohrs Konzept von der Einheit mit Gott. Es würde schon passen, wenn man von verschiedenen Seelenbefindlichkeiten oder Erlebensmöglichkeiten im Gebet spricht. Es gibt beides, ich kenne das aus eigener Erfahrung, sich eins mit Gott zu fühlen und sich aufgehoben zu wissen, dann auf der anderen Seite ein Staunen vor Gottes Größe und Heiligkeit und das Erfahren von Gnade angesichts meines kleinen Menschseins. Weil eben Christus Gott und mich kleinen, sündigen Menschen in seiner Person vereint – eins macht. Ich und der Vater sind eins.

Rohr verwendet bestimmte Begriffe wie z.B. “Software”, scheinbar um zeitgemäß zu reden, die aber eher technokratisch klingen und der Psycho-Szene entliehen zu sein scheinen, die aber dem Thema einfach nicht angemessen sind. Für einen Christen sind diese Begriffe verwirrend, weil sie eigentlich in einem völlig anderen Kontext gebraucht werden und anders gemeint sind. Man tut damit dem Thema, dem Leser und auch den zweckentfremdeten Begriffen keinen Gefallen.

Zum Schluß noch etwas, was mich besonders geärgert hat. Rohr sieht sich immer noch als den großen Reformer des Christentums, der er in den oben genannten Büchern auch war. Es schwingt in jeder Zeile mit: Ich hab’s verstanden, du / ihr seid noch nicht so weit. Rohr ist weit von der Demut eines Mystikers, der die eigene Begrenztheit angesichts der Größe Gottes – meinetwegen auch des Universums – erfahren hat, entfernt.

Das Buch “Pure Präsenz. Sehen lernen wie die Mystiker.” ist keine Hilfe um ein Mystiker / eine Mystikerin zu werden. Deshalb nicht, weil es nur in die verschlungenen Gedankengänge des Autors führt und nicht in die Freiheit. Die Leserin / der Leser bleibt intellektuell im Kopf stecken. Das Herz wird nicht berührt. Die Zen-Weisheit, dass die Lehre “von Herz zu Herz” weitergegeben wird, trifft auch auf den christlichen Glauben zu. Für dieses Buch müsste es heißen “von Kopf zu Kopf”. Allerdings versteht der Kopf des Lesers kaum den Kopf des Autors. Schade!